nach 1945
Zerstörung und Neubeginn

Das „Rondell“ hatte lange unter seiner Lage am Rande der Stadt gelitten. Als „Belle-Alliance-Platz“ wurde ihm am Kriegsende seine zentrale Lage, die Nähe zum Regierungsviertel, zum Verhängnis: am 3. Februar 1945 warfen 1500 amerikanische Bomber 1 1/2 Stunden lang Spreng- und Brandbomben auf die Innenstadt und verwandelten die Straßen und Plätze in ein Flammenmeer. Doch auch diese Schuttwüste wurde noch hart umkämpft.

 

 

 

Mit einem Verteidigungsgürtel um den Stadtkern meinten die Nazis, die von Süden heranrückenden Sowjets stoppen zu können. Fanatisierte Jugendliche bauten an der Belle-Alliance-Brücke Barrikaden, ein sinnloses Unterfangen, das noch einmal viele Menschenleben kostete.
Die bedingungslose Kapitulation wurde am 8. Mai 1945 unterschrieben.

 

Der „Belle-Alliance-Platz“ wurde später als ,,total zerstört" eingestuft.

1947 wurde der "Belle-Alliance-Platz" nach dem Publizisten und Weggefährten Karl Liebknechts’ Franz Mehring in Mehringplatz umbenannt und damit aus seinem geschichtlichen Kontext gerissen.

Bis in die späten sechziger Jahre blieb die ursprüngliche Verkehrsführung erhalten, jedoch war der Mehringplatz lange Zeit Kreisverkehr in einer ,,Mondlandschaft".

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